RIP, Sun.

Es ist ja nun nichts neues mehr, dass die Firma Sun Microsystems, Produzent vieler heute beliebter Software- und Hardwarekomponenten, vor einiger Zeit vom Datenbankriesen Oracle kassiert wurde.[more]

Schon damals sah ich düstere Wolken am Horizont aufziehen, zumal reihenweise nahmhafte Persönlichkeiten aus Su.. äh, Oracle austraten. Was wird nun aus altbewährten Open Source-Anwendungen, wie OpenOffice, OpenSolaris oder dem kostenlosen und sehr weit verbreitetem MySQL?

Noch im April diesen Jahres gab es erste Unruhen im Team von Open Solaris. Auch im April (folgenschwerer Monat?) zeichnen sich bereits erste Zielsetzungen seitens Oracle ab: Das Plugin, welches das Lesen des Open Document Formats in Microsoft Office ermöglichen soll, wird nun kostenpflichtig. Langsam beginne ich an Oracles Marketingstrategien zu zweifeln - will man so etwa für die Kompatibilität eines Produktes werben, indem man andere Produkte künstlich schlechter darstellt?

Nachdem es eine Weile relativ still um das Oracle-Gewerkel war (oder ich habe nichts mitbekommen, ist ja leider in der Berufsschulzeit so), nun wieder neue Nachrichten. Solangsam scheinen die Leute von OpenSolaris die Nase voll zu haben. Verständlich. Ich bin mal gespannt, welche weiteren düsteren Prophezeiungen sich noch bewahrheiten werden.

Waren letztendlich die Auswirkungen auf bekannte Sicherheitsstatistiken Beweggründe für den Kauf von Sun? Sicherheitstechnisch ist Oracle seitdem jedenfalls nicht mehr auf dem letzten Platz.

mfg.

0 Comments Jul 20, 2010 share to diaspora*