Zusammenfassung des ARTE-Fails

Also hierfür möchte ich doch unbedingt ein Kommentar aus dem entsprechenden Beitrag auf netzpolitik.org anführen:
[blockquote]Boomel hat geschrieben:

hi,

wundert mich das das keiner erwähnt, aber die Diskussion war unter aller Sau – weniger wegen den Gästen, die mussten eher sogar beide mitleiden, aber der Moderator ging garnicht…

Am schönsten wurde das durch diesen Tweet zusammengefasst:
“#WTF #arte wirft #Cyberwar, #Anonymous, #kukluxklan, #Kinderpornografie und #illegale #downloads in einen Topf – während EINER Sendung ?!?!?”
<a href='http://twitter.com/#]http://twitter.com/#!/Rasioc/status/78191137399128064[/blockquote]
Schöner kann man's eigentlich nicht ausdrücken, besonders der Tweet trifft den Nagel auf dem Kopf. Hier ein paar Kommentare zu "Vom Digitalangriff zum Cyberwar", zu "Die Welt der Cyberpir@ten" und der abschließenden Debatte. [more]

Die erste Doku "Vom Digitalangriff zum Cyberwar" entspricht meiner Meinung nach einer üblichen Panikmache gegen "Hackerangriffe" und was alles schlimmes passieren kann. Die meiste Zeit dachte ich, ich würde gerade Stirb Langsam 4.0 schauen. Die Doku begann mit einer gefakten Nachrichtensendung über die Folgen eines schweren "Digitalangriffs" (whatever das sein soll) auf die U.S.A.. Keine Flüge gehen mehr, der Zahlungsverkehr steht, die Börse crasht und der Strom ist weg.
[h1]ja nee is klar![/h1]
Irgendein Sicherheitsexperte war dann auch der Meinung, dass Hacker Züge entgleisen lassen können und Pipelines in die Luft sprengen.
[h1]wtf![/h1]
Die zweite Doku "Die Welt der Cyberpir@ten" schien mir dahingegen (überraschender Weise) schon etwas vorbehaltloser. Leider war sie nur ca 20 Minuten lang und damit um die hälfte kürzer, als die erste Doku. Insgesamt war sie aber (womöglich aufgrund der Kürze) etwas "wischi-waschi", dh. nicht detailliert genug. Vielleicht wollte man aber dem Durchschnittszuschauer nicht überfordern, schließlich dürfte allein die Tatsache, dass nicht alle Hacker böse Killermaschinen sind, einige aus der Fassung gebracht haben.
[h1]omfg![/h1]
Die Debatte am Schluss schlägt allerdings alles. Der Moderator dieser Debatte, er war pro-Hadopi, pro-Zensur, pro-Überwachung, hat interessante Äußerungen wie "man kann das Internet aus technischen Gründen nicht kontrollieren" oder "die Pakete werden dann von jedem Benutzer via Deep-Packet-Inspection durchleuchtet" nicht verstanden. Klar, viele technische Feinheiten stecken dahinter. Aber wenn ich etwas nicht verstehe, frage ich nach.

Letztlich brachte er ein paar Äußerungen, die man 1:1 in dem o.g. Tweet wiederfindet. Und ja, genau in dieser Reihenfolge/diesem Zusammenhang.

0 Comments Jun 09, 2011 share to diaspora*